Also mein einfacher Arbeitsweg ist i.d.R. auch nur 8 km lang und ich liege da aktuell bei ~7,5l/ 100 km.
Sobald wir etwas weiter/ länger fahren, also z.B. wenn meine Lebensgefährtin zur Arbeit fährt (25 km einfache Strecke), sinkt der Verbrauch recht schnell auf ~5,5 - 6 l/ 100 km.
Den Verbrauch bei Vmax kann man sich übrigens ungefähr ausrechnen.
Wenn man davon ausgeht, dass bei Vmax 70 kW benötigt werden, dann sind das 37,837 kWh/ 100 km Nettoarbeit. Mit ca. 30 % Wirkungsgrad bei Vmax ergibt das dann einen Verbrauch von 14,8 l/ 100 km.
Der Wirkungsgrad ist nur geschätzt und wäre entsprechend die Stellschraube in dem Szenario, jedoch halte ich deutlich höhere Wirkungsgrade bei Nenndrehzahl für eher unwahrscheinlich.
Ein Anhang zum Fahrstil und dem Verbrauch:
Nur weil man nicht über z.B. 3000 U/ min dreht, heißt das noch lange nicht, dass deshalb automatisch der Verbrauch niedrig ausfallen muss.
Die Drehzahl selber ist nicht das Problem beim Verbrauch, sondern das Zusammenspiel aus spezifischem Verbrauch und der Nettoarbeit.
Der spezifische Verbrauch wird in weiten Teilen besser, je mehr Last man dem Motor abverlangt und die Nettoarbeit hängt zum großen Teil von der gefahrenen Geschwindigkeit und dem Bremsverhalten ab.
Die Nettoarbeit kann man entsprechend nur in gewissen Grenzen beeinflussen, da man nicht beliebig langsam und auch nicht immer einfach weiterfahren darf.
Den spezifischen Verbrauch hingegen kann man beeinflussen, nämlich durch die Schaltstrategie. Zum Fahren braucht man eine definierte Antriebsleistung, welche sich aus dem Motordrehmoment und der Motordrehzahl zusammensetzt (zumindest der für uns relevante Teil). Das Drehmoment steuert man über das Pedal und die Drehzahl über die Gangwahl. Um den spezifischen Verbrauch zu verringern will man das Drehmoment möglichst hoch halten, was bei einer definierten Leistung nur geht, in dem man die Drehzahl absenkt. Durch niedrigere Drehzahlen fallen zwar auch die Reibungsverluste etwas geringer aus, jedoch ist die Differenz in dem Fall schon fast vernachlässigbar.
Das Hauptproblem ist nicht die Drehzahl, sondern die zu geringe Motorlast, weil der Motor dadurch wenig effektive Arbeit verrichtet, während weiterhin Reibungsverluste überwunden werden müssen, was in Summe zu einem schlechteren Wirkungsgrad führt. Die schlechteste Kombination ist entsprechend eine erhöhte Drehzahl und wenig Motorlast. So wird übrigens im NEFZ mit Handschaltern gefahren.
Um es kurz zu halten:
Je weniger Gas man gibt, desto früher sollte man schalten. Umgekehrt kann man jedoch auch später schalten, je mehr Gas man gibt.
Ich persönlich schalte alle 10 km/ h einen Gang höher, bei Gefällen noch einen zusätzlich und bei Steigungen einen weniger.
Beim Beschleunigen schalte ich so, dass ich den Großteil der Beschleunigung ohne Schaltvorgang durchführen kann und das Zieltempo vor dem maximalen Drehmoment erreiche, sprich vor 4500 U/ min. Für eine Beschleunigung auf z.B. 100 km/h nehme ich entsprechend also mindestens den 4. Gang oder höher.
Als Schema zum Mitnehmen:
Alle 10 km/ h einen Gang hoch- und zum Beschleunigen einen Gang runterschalten.
Den Rest muss man durch einen vorausschauenden Fahrstil abdecken.