Beiträge von FWB

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Feiertag?

    Das gilt wohlgemerkt nur für Benzin. Diesel wird bei der Energiesteuer weiterhin mit 0,2€/l weniger besteuert.
    Es zeigt aber auch sehr gut, dass die Steuern nicht der primäre Preistreiber sind.

    Für mich würde eh nur ein reiner Stromer in frage kommen, sowas wie der 500e als Tipo :1f609:
    Alles andere ist nix halbes nix ganzes.

    Ich bin in der Hinsicht wohl eher realistisch angehaucht. Bis etwas vergleichbares wie der Tipo als reinelektrisches Fahrzeug auf dem Markt verfügbar ist, haben wir 2050.
    Ich habe keine Hemmungen damit, so viel wie möglich per Haushaltsstrom zu lösen, ich habe jedoch ein Problem damit, längere Pausen nach der Nase des Fahrzeugs richten zu müssen.

    Bitte ohne Wertung verstehen und nur zur Info:Dann liegt man bei mindestens 24.822,50 € in Basis und Fiery Red (Mineraleffekt) Listenpreis.

    Das Dilemma an der Sache ist in der Tat, dass man sich diesen Schritt nur erlauben kann, wenn man auch das Geld für die entsprechenden Fahrzeuge hat, sprich wenn man am unteren Ende der Fahrzeugkosten unterwegs ist, hat man leider keine realistische Chance, die Kosten großartig zu senken.
    Wir haben unseren Tipo für 12k€ gekauft, da muss man schon ziemlich lange beim Verbrauch sparen, bis sich die höheren Anschaffungskosten amortisieren.
    Meine Hoffnung ist, das in Zukunft die Auswahl an bezahlbaren gebrauchten PHEV und EV zunimmt, weil man dann auch für geringere Anschaffungskosten einen Einspareffekt realisieren kann, von dem bisher leider nur Leute profitieren, die sich sowieso schon mehr leisten können oder wollen.



    Nur die Kawa steht auf halb. Das wären dann ca. 7 Liter. :whistling:

    Ich bin derzeit dabei von 2 Motorrädern (750er und 125er) auf 1 Motorrad (125er) zu wechseln, da werde ich vermutlich nur noch 1-2 mal im Jahr tanken müssen, weil die 11l Benzin dann wohl für knapp 750km reichen werden.



    Den Bericht hatten sie vor ein paar Monaten schonmal. Ich bin mir nur auch beim zweiten Mal nicht Sicher ob ein M340i mit seinen 255er Walzen das richtige Auto zum Spritsparen ist :whistling: .

    Grundsätzlich spricht ja nichts dagegen, auch mit so einem Fahrzeug weniger zu verbrauchen, nur kauft sich halt niemand so ein Fahrzeug, wenn einem das Geld und/oder der Verbrauch wirklich wichtig sind. Das wirklich Schlimme ist aber, dass es den 3er mit R6 nicht mehr ohne Allradantrieb gibt.

    hoffe bis dahin haben sich die Märkte beruhigt ?(

    Davon würde ich ehrlich gesagt nicht ausgehen. Die Preise liegen derzeit auf dem Niveau, wie man es dem Trend der letzten Jahrzehnte nach erwartet hätte. Dass es die letzten Jahre günstiger war (im Sinne von weniger stark angestiegen), ist in dem Kontext eher eine Ausnahme.
    Idealerweise sieht man zu, dass man zu Hause Strom selbst erzeugt und diesen dann auch möglichst viel zum Fahren verwendet, damit ist man derzeit relativ preisstabil und günstig unterwegs.
    Wenn man sich das als ein Hybridszenario vorstellt, entspricht z.B. eine Auslastung von 75% Hausstrom (0,3€/kWh bei einem Verbrauch von 18kWh/100km) und 25% Benzin (2€/l bei einem Verbrauch von 6l/100 km) Verbrauchskosten von 7,05€/100 km. Das entspricht 100% Benzin zu 1,17€/l und die Zeiten sind schon einige Tage rum.
    Derzeit liegt man mit konventionellen Ottomotoren eher bei 12,35€/100 km (6,5l/100 km bei 1,9€/l), sprich in dem Szenario kann man alle 100 km 5€ auf die Seite legen oder anderweitig investieren (z.B. in besagtes PHEV, um diese Ersparnis überhaupt zu realisieren).


    Dazu ein Beispiel:
    Bei Hyundai z.B. kostet derzeit der Ioniq PHEV 6,2k€ mehr als der Vollhybrid, jedoch lässt der Hersteller im Rahmen der Förderung noch 2677,5€ nach, so dass man am Ende nur 3522,5€ höhere Anschaffungskosten gegenüber dem Vollhybriden hat. Mit den besagten 5€/100km Ersparnis hätte man diese Differenz nach 70450 km reingefahren. Hinzu kommt, dass der Staat nach der Anschaffung (das gehört deshalb nicht in den Kaufpreis) ebenfalls nochmal mit 4500€ fördert. Damit fährt man mit dem PHEV gegenüber dem Vollhybriden sofort günstiger.

    ist es in D auch so, dass vor allem der Diesel gerade vergoldet wird?


    Beim Spaziergang mit der Familie sind wir gerade bei meiner Stammtankstelle beim Hofer-Supermarkt (Aldi) vorbeigekommen.
    Super 1,66
    Diesel 1,72


    https://www.benzinpreis-blitz.…m-hofer-parkplatz_-17637/

    Gerade bezogen auf den Energiegehalt, Co2-Ausstoß und das Schadstoffverhalten bei der Verbrennung ist es ehrlich gesagt eher merkwürdig, wieso Diesel bisher künstlich günstiger gehalten wird als Benzin.

    Grundsätzlich ist es schonmal gut, dass es bei dir eine Verbesserung gab.
    Generell ist die Motortemperatur und die Temperatur des Katalysators für die Gemischbildung interessant, da erstere dafür sorgt, dass das Benzin besser verdampft und letztere für das direkte Emissionsverhalten relevant ist und davon abhängig das Gemisch geregelt wird. Die Kaltlaufregelung (die erhöhte Drehzahl beim Kaltstart) dient dabei überwiegend der Aktivierung des Katalysators, da per später Zündung und Sekundärluft dieser schneller aufgeheizt wird. In der Regel ist ein 3-Wege-Katalysator in weniger als 30s (auch im Winter) betriebsbereit, jedoch ist auch zu bedenken, dass ein Ottomotor nahezu alles an Schadstoffen in eben diesen 30s emittiert.


    Was du eventuell beim Fahren bemerkst, ist in dem Kontext die verstellte Zündung, da diese sich natürlich auch auf das Laufverhalten und die Leistungsentfaltung auswirkt, was speziell bei kleineren Turbobenzinern nicht ausreichend durch den saugmotorischen Arbeitsanteil kompensiert wird.
    Grundsätzlich ist es ratsam, nach dem Motorstart einige Sekunden (<10s und allgemein nicht länger als der Kaltlauf dauert) zu warten. Dabei geht es ausschließlich darum, dass der Motor einmal komplett durchölt ist, bevor man ihn stärker belastet (sprich fährt), was nur wenige Sekunden dauert und je nach Motor auch schon beim Anlassen berücksichtigt wird (der Motor dreht einige male leer ohne Zündung). Darüber hinaus gibt es keinen Benefit, den Motor im Standgas leer laufen zu lassen, vielmehr sollte man dies sogar vermeiden, da das Erreichen der Betriebstemperatur dadurch länger dauert, wodurch der Motor länger mit kaltem Öl und ohne Betriebstemperatur arbeiten muss (das ist in der Regel als erschwerte Betriebsbedingung in der Bedienungsanleitung hinterlegt). Sprich statt unnötig lange zu stehen, sollte man lieber nach wenigen Sekunden losfahren und zu Beginn mit erhöhter Drehzahl fahren, da man so den Motor und das Öl zügig auf Betriebstemperatur bekommt. Die Schaltempfehlung berücksichtigt dies auch, so dass z.B. beim Kaltstart bei 50 km/h der 4. Gang vorgeschlagen wird, während es bei Betriebstemperatur der 5. ist oder z.B. bei 30 km/h kalt der 2. und warm der 3. Gang.
    Erhöhte Drehzahl heißt nur, dass man etwas später schaltet und im Gegenzug mit weniger Last arbeitet. Generell kann man für den Zeitraum sagen, dass die Schaltpunkte alle jeweils um 10 km/h nach oben verschoben werden (kalt ab 20 km/h alle 10 km/h hochschalten, warm ab 10 km/h). Sobald das Kühlwasser sich erwärmt, kann man dann auch zum "warmen" Schaltverhalten wechseln, man sollte sich nur mit der Last noch etwas zurückhalten, ebenso wie mit dauerhaft hohen Drehzahlen, wenn das Öl noch kalt ist.


    Beim Kraftstoff wirst du nicht viel ändern können. Die beste Option ist E10, da es von allen in Deutschland vertriebenen Benzinsorten für PKW am besten verdampft und damit die beste Gemischbildung erzielt. Die gezielt hochoktanigen Kraftstoffe sind mitunter genau deswegen sogar eher kontraproduktiv. Der einzige Anwendungsbereich liegt in dem Fall im Hochsommer, wenn der Motor die Zündung vorzieht, weil es ihm zu warm wird. Das ist ein Phänomen, was es durch die Bank weg bei Turbomotoren gibt.

    Gerade wenn es nicht vorgesehen ist, können solche Fehlzündungen den Katalysator sehr schnell zerlegen. So lange keine MIL kommt und bei der nächste AU alles in Ordnung ist, würde ich mir aber grundsätzlich erstmal keinen Kopf machen. Man sollte jedoch vermeiden, dass dies wiederholt auftritt, da neben dem Katalysator auch der Krümmer darunter leidet.
    Ich kenne solches Knallen nur von meiner 125er mit Vergaser (die 750er mit Vergaser macht nichts in der Richtung), wenn man bei ~12.000 U/min die Drosselklappe plötzlich schließt und gesund ist es da auch bei weitem nicht (der Abgaskrümmer musste auch schon geschweißt werden).
    Beim Kaltstart ist es möglich, dass das Knallen von der deaktivierten Schubabschaltung kommt aber auch dann ist es nicht normal und sollte auch nicht forciert werden.
    Ich kann wenigstens für unsere Fahrzeuge sagen, dass es da sowas nicht gibt, wobei keines davon ein T-Jet ist.

    Klar - bei "normaler" Fahrweise.Aber wenn du zu 90% über 3.500U/min und bis zum Drehzahlbegrenzer bei 6.300U/min fährst, braucht er halt etwas mehr Öl. Aber gerade der Panda 100HP nahm es dir übel, wenn du ihn nur ruhig gefahren bist. Dann wurden die 100Pferde zu lahmen Eseln... ;)
    War ja auch meine Aussage oben in meinen Ausführungen.


    LG
    Andi

    Was ist "normal"? Den Begrenzer erreichen die Motoren(bzw. haben, den Punto haben wir vor kurzem verkauft) beim Beschleunigen recht häufig. Klar ist, dass ich mit warmen Motor natürlich bei Konstantfahrt im höchstmöglichen Gang fahre, jedoch erreicht man auf der Autobahn, wo der Großteil unserer Strecke zusammenkommt, dann auch wieder sehr schnell >3000 U/min.
    Selbst nach längeren Vollgasfahrten auf der Autobahn lässt sich kein Ölverbrauch feststellen.
    Wie gesagt, ich habe in beiden Fahrzeugen mit dem gleichen Motor keinerlei Probleme in der Richtung gehabt und es ist jetzt nicht gerade so, dass ich drehfaul bin. Ich interessiere mich für die Elastizität und den Faktor aus Leistung zu Drehmoment gerade weil ich das ganze Drehzahlband nutze.


    Ich vermute eher, dass das mit deutlichem Kurzstreckenbetrieb und hoher Last bei kaltem Motor zusammenhängt, weil genau das nämlich die Punkte sind, die bei uns nicht vorkommen.
    So lange das Kühlwasser <40° C ist, wird später hochgeschaltet (also mit erhöhter Drehzahl gefahren) und so lange das Öl nicht auf "Soll" ist, gibt es keine Volllast (was wiederum mehr Drehzahl oder langsameres Beschleunigen bedeutet).

    Er fügte hinzu, dass die 95 PS Benziner dafür sehr bekannt sind.

    Interessant, ich hatte bisher mit beiden (Punto und Tipo) keine Probleme in der Richtung. Ich musste zwischen den Ölwechseln bei beiden noch nie etwas nachfüllen.

    Wenn man mit einem Turbomotor sparsam fahren will, gilt es erstmal die grundsätzlichen Tipps zu beachten, die den allgemeinen Leistungsbedarf betreffen (Kaltstarts, Geschwindigkeit, Gleichmäßigkeit, Beschleunigung+-, Fahrwiderstände).
    Motorenspezifisch kommt hinzu, dass bei einem Turbomotor der effiziente Arbeitsbereich ebenfalls dort liegt, wo er auch beim Sauger ist, nur dass man beim Turbomotor nach oben noch mehr Luft hat.
    Das bedeutet, dass man den Turbomotor genau so wie den Sauger fahren muss, was das abgerufene Drehmoment anbelangt, sprich nicht mehr als ~100 Nm nutzen und spätestens bei ~4000 U/ min hochschalten. Je weniger Gas man gibt, desto früher schaltet man hoch.
    Je nach Motor-Fahrzeugkombination lohnt es sich nicht, den Motor bei Konstantfahrt unter 1500 U/ min zu betreiben, jedoch gilt grundsätzlich, dass man sich möglichst nahe an den 1500 U/min orientieren sollte.


    Daraus entstehen dann gleich zwei Effekte: Zum einen nutzt man die Entdrosselung der Aufladung, ohne hohe Ladedrücke zu erzeugen (letztere verringern den Wirkungsgrad) und ruft gleichzeitig durch das frühe Hochschalten weniger Leistung ab, wodurch man langsamer beschleunigt, wodurch man insgesamt langsamer fährt, wodurch man weniger bremsen muss und wodurch man am Ende gleichmäßiger fährt.
    Hinzu kommt, dass die Reibverluste bei niedriger Drehzahl geringer ausfallen, wobei das erst über ~4000 U/min meist erst richtig interessant wird.


    TL:DR
    Mit dem T-Jet sollte man mit ~50% Last beschleunigen und so hochschalten, dass der Ganganschluss bei 1500 U/min liegt. Bei Konstantfahrt bewegt man sich dann möglichst nahe bei 1500 U/min.
    Das gleiche gilt in diesem Fall auch für den 1.0 T3, wobei dieser noch den Luxus hat, dass er durch den kleineren Hubraum und weniger Nebenantriebe auch weniger Reibverluste erzeugt und oben drauf auch noch eine Direkteinspritzung verwendet, welche speziell beim Kaltstart und unter Last vorteilhaft ist.


    Man kann ganz allgemein sagen, dass man grob den Bereich um 70 - 100 Nm pro Liter Hubraum ansteuert, was beim Sauger ca. 70% bis 100% Last sind, während es beim Turbomotor ca. 50% - 75% Last sind. Im konkreten Fall hängt das natürlich noch von der Motorauslegung ab (z.B. geometrische und effektive Verdichtung, insbesondere auch das Verhältnis Verdichtungshub zu Arbeitshub) ab.


    Ich habe mal zwei Kennfelder angehängt, wo man sich das grob visualisieren kann.

    Bei dem Sauger wird der effiziente Arbeitsbereich schon relativ früh (peak bei ~8-9 bar und ~2250 U/min) erreicht und die 235 g/kWh wie beim aufgeladenen Motor (zweites Kennfeld) bei ca. 5 - 10 bar im Bereich von ca. 1500 - 4500 U/min. Das maximale Drehmoment erreicht der Motor mit ca. 12 bar bei 4000 U/ min. Den relativen thermischen Wirkungsgrad (brake thermal efficiency) kann man beim Sauger dem zweiten Diagramm entnehmen. Man kann es aber auch recht einfach ausrechnen (Benzin liegt bei ca. 750g/l und 8,5 kWh/l, sprich ca. 88,235 g/kWh). Das Ergebnis variiert entsprechend in Abhängig von den konkreten Daten des Kraftstoffs.


    Auffällig ist dabei, dass beim Sauger der peak und auch der gleichwertige Arbeitsbereich bei weniger bmep erreicht wird als beim aufgeladenen Motor und nach oben hin auch nicht mehr so weit abfällt. Das ist in sofern interessant, als dass der Sauger einen größeren Hubraum hat und damit für die gleiche Leistung auch geringere Drücke benötigt. Umgekehrt bedeutet es, dass man im Alltag trotzdem einen höheren thermischen Wirkungsgrad nutzen kann.


    Ursächlich ist dafür vermutlich höchst wahrscheinlich die höhere geometrische Verdichtung sprich der Kolben verrichtet mehr "nutzbare Arbeit" (höhere Verdichtung=längerer Arbeitstakt=mehr Wärme in Arbeit umgewandelt, die effektive Verdichtung ist hierbei das Limit), welche der aufgeladene Motor weder durch die Entdrosselung, noch durch die höhere Gemischdichte (Aufladung=mehr Gemisch im Zylinder=weniger Gemischoberfläche im Verhältnis zum Volumen) und den kleineren Hubraum (weniger Reibung, jedoch oft auch schlechteres Verhältnis aus Oberfläche zu Volumen->wirkt dadurch dem Effekt der Aufladung auf die Gemischdichte entgegen) kompensieren kann. Hinzu kommt zudem, dass es sich bei dem aufgeladenen Motor um eine kombinierte Aufladung (Abgas und mechanischer Kompressor) handelt.


    Übrigens mal etwas abseits des ganzen Wirkungsgradthemas:
    Schaut euch mal bei dem aufgeladenen Motor den 80%-Bereich an.
    Der geht von ~1000 U/min bis fast 6500 U/min, was für heutige Verhältnisse ein gigantischer Arbeitsbereich für einen aufgeladenen Motor ist.
    Wenn man das mit dem T-Jet (von ca. 2100 U/min bis ~4800 U/min) oder 1.0 T3 (von ca. 1370 U/min bis ~4500 U/min) vergleicht, sind das richtig lahme Enten, wobei es auch wenig verwunderlich ist, da sehr viele Turbobenziner von der Leistungsentfaltung her immer mehr auf das Niveau von Dieselmotoren kastriert werden.
    Beim Tipo würde ich in dem Kontext auch den 1.0 T3 dem T-Jet in jeder Hinsicht vorziehen, wenn es schon unbedingt ein Turbomotor sein muss, weil er im Gegensatz zum T-Jet eine eigenständige Entwicklung ist und nicht nachträglich aufgeladen wurde.

    Ich glaube je länger man einen Wagen hat, je vertrauter man mit ihm ist, um so „intensiver“ bewegt man ihn unbewußt, auch wenn man meint man fährt wie immer.
    Daher steigt dann auch der Verbrauch.
    Die ersten 10k km habe ich meinen definitiv nicht annähernd so gedreht wie heute und damit meine ich jetzt nicht in den Begrenzer, ich schalte einfach allgemein in allen Gängen ein paar 100 u/min später.

    Ich würde mal eher behaupten, dass die ersten Fahrten häufig längere Fahrten sind (Überführung etc.) und der Durchschnitt sinnvollerweise auch erst nach einem kompletten Jahr betrachtet werden sollte, da man nur so im eigenen Profil alle Jahreszeiten abgedeckt hat und eine einigermaßen realistische Verteilung aus Lang- und Kurzstrecken hat.
    Wie sehr man beim Beschleunigen dreht, ist für den gesamten Streckenverbrauch relativ uninteressant. Viel entscheidender ist in den meisten Fällen, wie man die Konstantfahrt darstellt.
    Ich kann mir z.B. gut vorstellen, dass viele hier durchaus früher hochschalten als im NEFZ, sprich mit weniger Drehzahl arbeiten, und trotzdem allein deshalb höhere Verbräuche erzielen, weil weniger gleichmäßig gefahren wird. Sprich es wird situativ weniger angemessen gefahren und dadurch tendenziell zu viel Tempo aufgebaut, was dann umgekehrt wieder weggebremst werden muss.
    Ich beschleunige mit dem FIRE recht häufig im 3. Gang auf 100 km/h oder im 2. auf 50 km/h und liege im Gesamtschnitt dennoch eher im niedrigen Bereich, weil ich meinen Fahrstil situativ anpasse, so dass ich das aufgebaut Tempo auch ohne Betriebsbremse nutzen kann.

    Ein Verbrennungsmotor wird dann einigermaßen effektiv, wenn er im oberen Bereich seiner Leistung betrieben wird. Nicht maximal, denn da wird zusätzlich Kraftstoff zur Kühlung der Brennräume eingespritzt, aber eben dann wenn die Drosselklappe recht weit offen steht. Die geringere Verdichtung kommt dem Verbrauch zugute wenn die Motorbremse greift, weil hier der Turbo wesentlich weniger stark bremst als der höher verdichtete Sauger.

    Der effiziente Arbeitsbereich liegt durch die Bank weg bei ~8-12 bar und einem Arbeitsbereich von ca. 2000 - 3000 U/min. Eine Volllastanfettung gibt es hoffentlich gar nicht mehr, wobei ich bei der Lambdasonde natürlich nichts versprechen will. Wenigstens bis Nennleistung Lambda 1 sollte heutzutage aber erwartbar sein.
    Die Verdichtung ist weitestgehend reversible Arbeit, da ist überwiegend das Thema Reibung (Stichwort Schleppmoment) für die Motorbremskraft interessant, weshalb es auch keinen Unterschied macht, ob der Motor nun aufgeladen ist oder nicht, so lange er ansonsten technisch gleichwertig ist. Da wäre wieder das Thema Downsizing relevant, da man damit das Schleppmoment auch reduzieren kann.
    Das kuriose ist der Punkt, dass die Entdrosselung durch die Aufladung im WLTP scheinbar besser funktioniert, als im NEFZ, obwohl im WLTP die Last insgesamt höher liegt (was jedoch überwiegend nur für die Beschleunigung gilt).
    Interessant wäre in dem Kontext wie gesagt, ob sich die Schaltempfehlungen unterscheiden, weil diese im WLTP berücksichtigt werden, während sie im NEFZ komplett ignoriert werden mussten.
    Es kann nämlich gut sein, dass beim FIRE dadurch später hochgeschaltet wird (wirklich hohe Last bekommen die Motoren auch im WLTP nicht), wodurch sich dann auch diese Differenz ergeben kann.

    Also, ich hab noch einmal nachgeschaut:


    Und ja, mein Tipo verbraucht tatsächlich ca. 9,0l in der Stadt. Da beißt die Maus auch keinen Faden ab. Hab ich so vor dem Kauf gelesen und mit dem Kaufvertrag unterschrieben. Und das habe ich auch von Fiat erhalten. Ein Fahrzeug, welches 9,0l in der Stadt verbraucht.
    Hätte ich ein Fahrzeug haben wollen, was weniger verbraucht, hätte ich mir keinen Tipo kaufen dürfen.


    So einfach ist das.

    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich aus den Normverbräuchen nicht wirklich schlau werde. Beim NEFZ war es noch so, wie man es erwarten konnte, nämlich dass der FIRE innerorts deutlich sparsamer ist als der T-Jet (1,5l weniger= 1/6 weniger) und außerorts beide gleich viel verbrauchen. Das lässt sich auch technisch nachvollziehen, weil die Motoren bis auf die Verdichtung und Aufladung identisch sind und eben die niedrigere Verdichtung und die Aufladung innerorts ein Nachteil sind. Zur Kompensation müsste mindestens der (aktive) Hubraum reduziert werden, wie es beim neuen 1.0 T3 passiert. Außerorts kann der T-Jet diesen Nachteil dann kompensieren, da hier die Aufladung mehr entdrosseln kann und die fehlende Verdichtung kompensiert, so dass beide gleich viel verbrauchen.
    Beim aus dem WLTP errechneten NEFZ ist es so, dass der T-Jet innerorts nur noch 0,5l/ 100km mehr verbraucht (was durch die höhere Last durchaus realistisch erscheint) und außerorts jedoch 0,4l/ 100km weniger verbrauchen soll, als der FIRE, was ich mir hinsichtlich der Lasten nur bedingt erklären kann.
    Da muss im Bereich zwischen 50km/h bis 131km/h die Entdrosselung des T-Jet plötzlich besser sein, als vorher im NEFZ, was ich allein deshalb schon merkwürdig finde, weil der NEFZ deutlich weniger Last abfordert und damit solch ein Effekt deutlich stärker auffallen müsste.
    Umgekehrt lässt sich daraus der Schluss ziehen, dass der T-Jet deutlich besser auf die Schaltstrategie des WLTP anspricht, als der FIRE, wobei ich auf der anderen Seite auch vermute, dass der FIRE im WLTP anders geschaltet wird (später hoch, früher runter) als der T-Jet, was im NEFZ nicht der Fall war.


    In dem Kontext wäre es mal interessant zu wissen, ob die Schaltempfehlung für beide Motoren identisch ist.

    in etwa bis 70 km/h.

    Also quasi analog zum 2. Gang beim Tipo. Bei meinem großen Motorrad geht der erste bis ~90 km/h, den drehe ich zwar ab und wann aus, Volllast gibt es aber auch da erst so ab ~50 km/h.
    Ich bin tendenziell der Meinung, dass insbesondere der erste Gang beim Tipo zu kurz ist, weil er mit bis zu 40 km/h irgendwie keinen wirklich relevanten Tempobereich vollständig abdeckt. Das geht so weit, dass ich häufig gleich im 2. anfahre, wobei dieser durch diese Verschiebung zum Anfahren natürlich auch mal zu lang ist (sprich am Hang und entsprechend auch mit Hänger).
    Mir wäre es tatsächlich lieber, wenn der 1. bis 50 km/h ginge, der 2. bis 100 km/h und dann in 30er-Schritten weiter. Damit gäbe es oben rum nur wenig Veränderung, jedoch hätte man bei niedrigen Geschwindigkeiten mehr von den niedrigen Gängen.

    Der Fire Sauger fühlt sich dagegen wie kaputt an.

    Das ist eventuell auch eine Frage der Erwartungshaltung.
    Für mich fühlt sich ein Motor dann richtig an, wenn er das Drehmoment bis zum Begrenzer auf einem ausreichend hohen Niveau halten kann und wenn er das nicht schafft, dann wenigstens bis zur höchsten Nenndrehzahl. Da erwarte ich mindestens 80% des maximalen Drehmoments, wobei mehr natürlich besser ist.
    Wenn ich da vor allem so manche Diesel gegen halte (bei uns auf der Arbeit speziell die Vierzylinder mit 140 PS, jedoch auch die Sechszylinder mit 190 PS), dann ist das echt erschreckend, wie wenig von dem sowieso schon schmalen Drehzahlband überhaupt sinnvoll genutzt werden kann. Ab 3000 U/min werden die Kisten nur noch lauter und der Vortrieb lässt immer mehr nach und das, obwohl die bis 4000 U/min drehen können.
    Bei einem Benziner, der bis ~6000 U/min drehen kann und bis zu 190 Nm liefert, erwarte ich wenigstens 95,5 kW (ca. 130 PS), sprich 80% des maximalen Drehmoments bei 6000 U/min.
    Und selbst wenn man sich mit einer höchsten Nenndrehzahl von 5000 U/min zufrieden gibt, obwohl der Motor mit bis zu 6000 U/min arbeiten kann, dann sollten es auch dort wenigstens 80% des maximalen Drehmoments sein, sprich wenigstens 79,5 kW bei 5000 U/min (ca. 108 PS).
    Mehr als 80% sind natürlich besser, jedoch sind diese 80% ein Industriestandard, mit dem ich mich persönlich begnügen kann, weil man eine Differenz von ~10-20% meistens nur noch bedingt wahrnimmt.


    Als Beispiel kann man sich von Honda mal den 1,5l Benziner mit 134 kW ansehen oder analog dazu den 1,5l Benziner von Ford mit 134 kW. Beide Motoren haben eine höchste Nenndrehzahl von 6000 U/min und 240 Nm maximales Drehmoment. Damit liefern beide bei Nenndrehzahl ein relatives Drehmoment von fast 89%.
    Man sieht bei den beiden Motoren auch sehr schön, wie breit der Arbeitsbereich (der Drehzahlbereich mit >=80% relativem Drehmoment) ist. Das Plateau zieht sich in dem Fall von knapp 1450 U/min bis >6000 U/min. Dagegen sind die meisten anderen Turbomotoren richtige Krücken und selbst viele Sauger können da nicht mithalten.


    Kurzum:
    Für mich ist der neue Turbobenziner nichts, weil er mir nicht elastisch (damit beschreibt man den Arbeitsbereich) genug ist.



    Das mit dem Drehmoment bei den e-Kisten…ich glaube nicht das mir der 500er davon fährt, auch im Sprint nicht.

    Das Drehmoment ist für diese Betrachtung auch völlig uninteressant. Das ist nur in Verbindung mit der Untersetzung bezogen auf ein bestimmtes Tempo oder in Bezug auf die Nennleistung aussagekräftig.
    Es gibt bei Elektroantrieben einen viel interessanteren Punkt, nämlich dass man sofort losfahren kann und nicht schalten muss. Das macht gerade das zügige Anfahren bedeutend einfacher und spart einem auch das Getöse drumherum. Mal ehrlich, wer dreht denn realistisch den 1. Gang unter Last bis in den Begrenzer aus?

    Das ist genau das was ich meine, die kommen bei vergleichbarer Motorisierung einfach 300 km weiter mit einer Tankfüllung.

    Man muss aber auch berücksichtigen, dass dieser Verbrauch so nur mit mehr technischem Aufwand erzielt wird, der das Fahrzeug wiederum teurer in der Anschaffung macht. Zudem ist die Reichweite auch nur eine Frage der Tankgröße, da machen 20l schnell diese 300 km Differenz aus.

    Das Problem mit dem alten Drittelmix ist natürlich, dass dieser viel mehr Raum für Betrug lässt und zur Emissionsprüfung nicht geeignet ist. Dagegen war der NEFZ schon deutlich besser und der WLTP ist es im Vergleich nochmals. Nur muss halt diese leidige kombinierte Angabe weg.
    Der NEFZ hat zwei spezifische Profilangaben und der WLTP sogar 4, jedoch findet man bei letzterem selten großartig Daten zu den Teilverbräuchen und bei Elektrofahrzeugen (inklusive PHEV) findet man grundsätzlich keine Teilverbräuche.
    Das ist für die Anwender damit als Angabe völlig irrelevant.