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Feiertag?

    ?( ich versteh es nicht?

    Ein Beispiel:
    Wir nehmen Benzin als Bezugspunkt, weil es den höchsten Steuersatz hat.
    Benzin wird mit 0,6545€/l als Energiesteuer beaufschlagt und wiegt 0,74kg/l. Daraus ergibt sich ein massebezogener Energiesteuersatz von 0,8844€/kg, welcher damit auf alle Kraftstoffe angewendet werden kann. Von diesem Satz werden 50% in eine Energieabgabe umgewandelt. Die Umwandlung zur Abgabe ist dabei notwendig, um das Geld zweckgebunden einzunehmen, was bei Steuern per Definition nicht der Fall ist. Bezogen auf Dieselkraftstoff ergibt das einen Steuersatz von 0,7341€/l.
    Grundsätzlich wäre mir ein auf den Energiegehalt bezogener Steuersatz zwar lieber, jedoch ist der massebezogene Ansatz vorerst das, was auch politisch den größten Effekt mit sich bringt (Stichwort Dekarbonisierung).


    Das Ziel dahinter ist, dass besonders sparsame Bürger bevorteilt werden, während Vielverbraucher nur begrenzt kompensiert werden sollen. Bisher läuft es politisch nämlich genau umgekehrt, da durch die gesenkten Steuersätze kein Anreiz besteht, sparsam mit Kraftstoffen umzugehen. Das Problem konnte man schon länger beim Dieselkraftstoff beobachten, da dort tendenziell ein Mehrverbrauch durch die Anwender in Kauf genommen wurde, weil die niedrigeren Kraftstoffkosten dies finanziell kompensiert haben.
    Durch die steuerliche Subvention von Dieselkraftstoff konnten Dieselmotoren bisher ihren durchaus real vorhandenen Wirkungsgradvorteil in der Praxis nur bedingt in Form eines Minderverbrauchs umsetzen, dabei sollte gerade der Wirkungsgradvorteil und der daraus resultierende niedrigere Verbrauch erst der Anreiz sein überhaupt einen Diesel zu verwenden.


    Dazu ein paar Zahlen:
    2019 wurden durch PKW ca. 26 Millionen Liter Benzin und ca. 20 Millionen Liter Diesel verbraucht. Daraus ergibt sich eine Energiesteuereinnahme von 17,017 Millionen Euro für Benzin und 14,682 Millionen Euro für Diesel (tatsächlich waren es durch die Subvention jedoch nur 9,408 Millionen Euro, sprich der Staat hat auf 5,274 Millionen Euro verzichtet, wie auch die Jahre davor).
    Zu diesen insgesamt knapp 21,7 Millionen Euro kommen dann noch 50% in Form der Energieabgabe hinzu. Diese 10,85 Millionen Euro werden dann ausschließlich dafür verwendet, die energetische Unabhängigkeit zu finanzieren, was langfristig dafür sorgen soll, dass alle Bundesbürger zu relativ stabilen Preisen zuverlässig mit Energie versorgt werden können (damit eben keine Abhängigkeiten von z.B. Russland, Norwegen oder den USA entstehen).


    Als mittelfristige Maßnahme halte ich eine Erhöhung der Pendlerpauschale für sinnvoller als eine Steuersenkung, weil diese ebenfalls gedeckelt und ebenfalls zweckgebunden ist. Damit werden dann weiterhin sparsame Leute gefördert und Vielverbraucher gedeckelt, ohne dass lange Arbeitswege übermäßig bestraft werden. Dabei könnte ich mir vorstellen, dass man die Pendlerpauschale ebenfalls auf 50% des massebezogenen Energiesteuersatzes deckelt, so dass man dann bei 0,4422€/km liegt.



    Unabhängig von meiner Idee halte ich den Weg über eine höhere Pendlerpauschale für viel sinnvoller, als die direkte Steuersenkung, einfach weil sie zweckgebunden und gedeckelt ist, was eine Steuersenkung hingegen nicht ist.

    Also wir fahren auch Allwetterreifen und gegenüber dem Punto mit Saisonbereifung konnte ich da keine relevante Veränderung feststellen.


    Zu der Energiesteuersenkung muss ich sagen, dass das leider mit die blödeste Idee war, die man haben konnte. Man fördert damit nämlich vor allem diejenigen, die viel verbrauchen und senkt den Anreiz für sparsame Fahrzeuge und Fahrprofile.
    Man hätte stattdessen die Energiesteuer für Kraftstoffe massebezogen angleichen (damit wäre Strom außen vor) und dann die Hälfte davon in eine Energieabgabe umwandeln sollen, welche über alle Bundesbürger gleichermaßen verteilt wird. Der Vorteil dabei ist, dass sparsame Menschen mehr von diesem Geld haben, als Leute die weniger sparsam sind. Familien werden nicht dafür bestraft, dass sie Kinder haben und "Spritschlucker" werden letztlich nicht vom Staat gefördert.
    Die Energiesteuersenkung hingegen macht genau das Gegenteil, sie fördert Spritschlucker und bringt gerade bei Leuten mit wenig Verbrauch am wenigsten und insbesondere bei nichtfahrern bringt sie nur sehr wenig, um die gestiegenen Sekundärkosten zu kompensieren.

    Meine Pendelstrecke ist leider (oder zum Glück, je nachdem) nur knapp 7,5km lang, sprich das Öl wird gerade so warm und für den Verbrauch ist das, neben den sehr "toll" ausgelegten Ampeln auch nicht sehr vorteilhaft. Umgekehrt verbrauche ich damit natürlich absolut gesehen trotzdem weniger Kraftstoff und kann je nachdem auch mit dem Fahrrad oder (noch) mit einem der Motorräder fahren.

    Keine Angst, Spaß hatte ich, die Strecken geben ja einiges mehr an Kurven her, als es hier an der Küste der Fall ist. Nur macht es mir halt keinen Spaß, unnötig bremsen zu müssen (was umgekehrt bedeutet, dass ich wenn auch recht zügig fahre, statt zaghaft), was wohl auch einer der Gründe für solche Verbräuche sein dürfte.

    Wir waren vor kurzem für eine Woche aus der Wesermarsch weg ins Weserbergland und die Woche ergab mit 5,68l/100km einen der geringsten Verbräuche über eine Tankfüllung.
    Ich muss sagen, dass die Berge und der damit weitestgehend wegfallende Wind sich durchaus positiv bemerkbar machen, da man zum einen mit mehr Last beschleunigen und danach mehr rollen lassen kann und auf der anderen Seite nicht ständig gegen den Wind anfahren muss.
    Der Bordcomputer lag mit 5,4l/100km auch nicht so weit daneben.

    Warst du nicht jener selbige der dauernd über den Verbrauch gemotzt hat? tzä....den mußtest du uns jetzt aber noch reinwürgen, gell? ;)
    Ich bekomme zwar auch eine 5,1 da hin, aber nur wenn ich den Verbrauch auf km/l umstelle. :D

    Naja, das ist alles eine Frage des Fahrstils. Fahr den T-Jet, als wäre es der 1.4 FIRE, sprich maximal 50% Gas und trotzdem spätestens bei 2000U/min hochschalten, und der Verbrauch wird nur wenig höher ausfallen. Wenn wir unsere Besorgungsfahrten und auch Fernfahrten machen stehen beim FIRE Verbräuche zwischen 4,8l/100km (Landstraße und Stadtverkehr) bis 5,2l/100km (Autobahn und Landstraße) auf der Uhr.

    Warum E85? Das gibt es nirgends zu kaufen...Selbst die F1 mit ihren hochdrehenden Motoren nutzt seit dieser Saison 2022 handelsüblichen E10-Sprit!


    LG
    Andi

    Das es das wenigstens hier kaum gibt ändert ja nichts daran, dass es für entsprechend leistungsfähige Motoren halt der Treibstoff der Wahl ist, wenn man mal von Methanol absieht.

    Bei einer Optimierung hängt das natürlich davon ab, was gemacht wurde.
    Wurde der Ladedruck gesteigert, würde ich generell eher E10 als E5 tanken, einfach weil es tendenziell eine höhere Klopffestigkeit erzielt (~97 Oktan sind möglich, 95 Oktan sind halt das garantierte Minimum) und nebenbei ein besseres Gemischbild gibt.
    Wenn der Tuner natürlich mindestens 98 Oktan empfiehlt, dann sollte man sich da auch dran halten und mindestens E25 tanken.


    Bei richtig leistungsfähigen Motoren geht es tendenziell ja sowieso eher in Richtung E85, da ist die Frage ob E5 oder E25 eher Spielerei.

    Ich muss auch heute abend tanken.
    Überlege ernsthaft ob ich das erste mal in meinem Leben E10 tanke....

    Da es durch die Bank weg der bessere Kraftstoff ist, wundert es mich ja, dass es so viele nicht machen.

    Naja, im Verhältnis zum RAM 1500 (17,4 l/km) ist der LKW sparsam.
    https://www.auto-motor-und-spo…-pickup/technische-daten/

    Ist er das tatsächlich?
    Mit was hat die AMS denn bisher LKW im ECO-, Pendler- und Sportbetrieb getestet?
    Man darf nicht vergessen, dass der RAM ein Mini-LKW ist, der als PKW konzipiert ist und als solcher auch genutzt wird.
    Ich wette mit dir, dass ein Actros im Pendlerbetrieb deutlich mehr als 17l/100km verbraucht und zwar Diesel (9,9kWh/l) und nicht Benzin (8,5kWh).
    Für ein Zuggesamtgewicht von bis zu 7t finde ich die 17,4l in einem Pendelbetrieb gar nicht mal so schlecht. Sobald man mit dem Fahrzeug längere Strecken fährt, liegt man dann auch recht schnell bei ~11l/100km, mit Anhänger dann vielleicht auch 15l/100km, was im Verhältnis zum LKW deutlich besser ist, als z.B. ein Tipo, der gerade mal auf 3t Zuggesamtgewicht kommt und damit dann ebenfalls bei ~11l/100km liegt.


    Man sollte bei dem Thema aufpassen, was man wie vergleicht. Einen PKW mit einem LKW im nationalen Fernverkehr zu vergleichen ist ein formaler Fehler. Um genau diese Vergleichbarkeit zu haben, gibt es die Normzyklen.
    Wenn man überwiegend kurze Strecken pendelt, ist es wenig zielführend einen LKW oder überhaupt ein großes und/oder leistungsfähiges Fahrzeug zu nutzen. Zieht man dagegen überwiegend Anhänger zwischen 2-3,5t und belädt das Fahrzeug mit >1t, würde ich den RAM ohne zu zögern dem Tipo vorziehen, weil er es nicht nur besser kann, sondern weil er dabei auch weniger verbraucht. Einen Actros (um bei dem Beispiel zu bleiben) würde ich in dem Fall hingegen nicht nehmen, weil dieser wiederum für das Szenario nicht geeignet ist und zu viel verbraucht. Der wird erst bei größeren Lasten interessant, wo er dann auch besser als der RAM abschneidet.


    Der Punkt ist, dass der niedrigere massenspezifische Verbrauch auch nur für die volle Auslastung gilt und ein LKW mit nur 500kg Beladung natürlich mehr verbraucht, als ein Tipo oder ein PickUp mit 500kg Zuladung.

    Echt, 24 Liter auf 100. Ich dachte die Motorentechnik wäre da soweit dass die Trucks deutlich weniger verbrauchen würden. Wahnsinn!!

    Naja, wie wenig sollen die denn verbrauchen? Wenn man bedenkt, dass 24l/100 km schon zu den niedrigen Verbräuchen bei den LKW gehört, finde ich die Anmerkung etwas seltsam.


    Nehmen wir mal ein theoretisches Beispiel:
    Das Fahrzeug ist ein 40t LKW mit cw 0,8, einer Stirnfläche von 10m², einem Rollwiderstand von 0,15 und 80km/h Geschwindigkeit. Das entspricht einem nicht sonderlich auf Effizienz ausgelegten LKW und kann durchaus auch heute noch auf ältere Modelle zutreffen.
    Bei 100% Wirkungsgrad verbraucht solch ein Fahrzeug in der Ebene ohne Gegenwind 228,5kWh/100km, was knapp 23,1l Diesel/100 km sind. Bei 45% Wirkungsgrad sind es dann entsprechend knapp 51,3l/100km, wobei man berücksichtigen sollte, dass die meisten LKW deutlich besser sind. Dabei ist zu berücksichtigen, dass solche LKW große quaderförmige Fahrzeuge sind, welche häufig mit Anhängern unterwegs sind. Moderne LKW schneiden dabei natürlich mitunter spürbar besser ab, wobei auch wichtig ist, was und wie etwas transportiert wird.


    Stell dir mal zum Vergleich den Tipo vor, welcher bekanntermaßen auf Personentransporte ausgelegt ist und nicht auf den Transport großer Lasten.
    Wenn wir 500 kg Zuladung mit 1,8t Gesamtmasse durch die Gegend fahren, entspricht das bei 100% Wirkungsgrad einem Verbrauch von 11,75kWh/100km, was knapp 1,2l Diesel/100km oder 1,4l Benzin/100km entspricht. In der Realität liegt der Verbrauch dagegen eher bei ~35 - 40kWh/100km, was ca. 3,5l Diesel/100km oder 4,7l Benzin/100km entspricht.


    Bei einem Wirkungsgrad von 100% wendet der ineffiziente LKW bezogen auf die Nutzlast entsprechend 51,3l Diesel/28.000kg auf, was einem massenspezifischen Verbrauch von 1,8l Diesel/t entspricht.
    Der Tipo als Beispiel für einen PKW wendet 3,5l Diesel/500kg auf, was einem massenspezifischen Verbrauch von 7l Diesel/t entspricht.


    In anderen Worten: Selbst ein ineffizienter LKW braucht beim Bewegen von Nutzlast nur ca. 25% des Kraftstoffs/t, den ein PKW braucht.


    Die Frage dazu wäre nun:
    Was genau erhoffst du dir von der Motorentechnik? Ein LKW-Motor kommt gerade im Fernverkehr auf gut 45% Wirkungsgrad und bewegt sich damit schon am oberen Ende dessen, was man mit Viertaktmotoren in so kleinen Anwendungen wie LKW erreichen kann. Die eigentliche Ersparnis kommt schon lange nicht mehr durch die Motoren, sondern durch die Verringerung der Fahrwiderstände. Statt eines cw von 0,8 liegt man dann z.B. bei 0,5 und erreicht niedrigere Rollwiderstände, so dass der Verbrauch bei 80km/h durchaus <30l Diesel/100km liegt.


    Beim PKW verhält es sich ähnlich, nur dass hierbei die Spreizung in der bewegten Masse geringer ausfällt und dafür eine höhere Fahrdynamik angestrebt wird, weshalb es auch so wenige Dieselmotoren im PKW-Bereich gibt (das Thema Kosten und Abgasreinigung ist der andere Faktor). Umgekehrt nimmt die Dieselquote deshalb auch mit steigender Fahrzeugmasse zu, da der Teillastanteil immer größer wird und Dieselmotoren vor allem im Teillastbetrieb gegenüber konventionellen Ottomotoren deutlich effizienter arbeiten, was man insbesondere im NEFZ bei den Handschaltern wunderbar beobachten konnte. Sprich dann, wenn man wenig Leistung abruft, sinkt beim Diesel der Wirkungsgrad weniger stark, als bei einem Ottomotor. Im Gegenzug kann ein Ottomotor mit dem gleichen Drehmoment eine höhere Leistung erzielen, wobei der effiziente Bereich i.d.R. ungefähr dort endet, wo der elastische Bereich beginnt, sprich dort, wo das Drehmoment wieder sinkt.
    Mit zunehmender Elektrifizierung fällt dieser Punkt aber zunehmend weg, da Ottomotoren dadurch schlicht weniger im Teillastbetrieb arbeiten, während sie beim Spitzenwirkungsgrad schon länger fast auf dem Niveau von PKW-Dieselmotoren liegen. Schaut man sich den X-Motor von Mazda an, dann hat man in dem Fall sogar einen Benziner, der für den Teillastbetrieb quasi wie ein Diesel arbeitet und damit dessen Wirkungsgradvorteil im Teillastbetrieb mit der Leistungsentfaltung eines relativ elastischen Benziners verknüpft.


    Von "deutlich weniger" wird man sich in dem Kontext verabschieden können. Man wird selbst bei 100% Wirkungsgrad in irgendeiner Form Kraftstoff verbrauchen und je mehr Arbeit verrichtet werden muss, desto höher fällt dann logischerweise auch der Verbrauch aus.


    Übrigens:
    Wenn man die Wirkungsgrade vom Motor zum Rad kennt, kann man sich anhand der Momentanverbräuche direkt die Zugkraft herleiten.
    Die Angabe l/km entspricht physikalisch der Zugkraft, da es sich dabei um [J/m]=[N] handelt.
    Auch hierbei kann man rein zum Vergleich mal die Zugkräfte bei 100% Wirkungsgrad ins Verhältnis setzen und einfach mit dem abhängig vom Gewicht linear steigenden Rollwiderstand ins Verhältnis setzen.
    Ein LKW mit 40t Gesamtmasse wiegt ca. 22 mal so viel wie der vollbeladene Tipo. Analog dazu fällt der rollwiderstandbedingte Mehrverbrauch auch 22x so hoch aus. Jedoch sind selbst die schon sehr hoch angesetzten 51,3l/100km gerade mal das 14,7-fache des Tipos, sprich der LKW kann seinen massebedingten Mehrverbrauch vor allem durch den Luftwiderstand (bezogen auf die bewegte Masse fällt dieser beim LKW um Welten besser aus) und zum Teil durch den besseren Motorwirkungsgrad (ca. 20%-Punkte mehr) mehr als kompensieren.



    Allgemein geht es bei Fahrzeugen, Schiffen oder dem Luftverkehr schon lange nur noch bedingt um den Motorwirkungsgrad, sondern primär um den Leistungsbedarf. Wenn man 10% weniger Leistung braucht und dafür der Wirkungrad um 0,1% sinkt, spart man am Ende trotzdem etwas. Man ist schon länger an einem Punkt angekommen, wo die Einsparung im Leistungsbedarf die Möglichkeiten beim Wirkungsgrad massiv übersteigt und letzterer nur noch für die Bereiche wirklich relevant ist, wo er nicht ausgeschöpft werden kann (Teillast), was beim PKW vor allem der Stadtbetrieb ist und auch dort durch die zunehmende Elektrifizierung immer weniger zum relevanten Punkt beim Gesamtverbrauch wird. Man sieht es z.B: sehr gut bei Toyotas Hybridsystem, wie der Verbrauch dem Leistungsbedarf folgt, weshalb die Fahrzeuge innerorts auch weniger verbrauchen als Außerorts. Die relevanten Einsparmöglichkeiten sind bei den Fahrzeugen weitestgehend nur noch im Leistungsbedarf begründet.

    erreichbar ja, aber realistisch? Wenn sich jemand einen fetten Pickup mit fast 3 Tonnen Leergewicht kauft, wird dieser meist auch eingesetzt, wofür er geschaffen ist. Vollbeladen zur Baustelle, schwere Anhänger ziehen, oft mehrere hundert km am Tag. Und nicht für die gemütliche Shoppingtour am Samstag zum Lidl wegen 3 Liter Milch.So kann dieses Fahrzeug den Wert nicht schaffen.
    Die E-Unterstützung ist nett, aber bald leer und ab dann läuft und säuft nur der große Verbrenner.


    Deshalb halte ich die Berechnung für alles andere als realistisch.

    Nochmal:
    Die Normangabe ist kein Realverbrauch, sie soll lediglich eine Vergleichbarkeit schaffen.


    Auch ein PickUp fährt nicht ausschließlich auf irgendwelchen Baustellen oder mit Anhängern durch die Gegend, sondern gerade dort, wo er auch privat genutzt wird (das sind weitaus mehr, als man meint), eben auch zum Einkaufen, zur Schule, zur Arbeit, zum Arzt oder sonstiges.
    Zudem ist z.B. der WLTP eben kein Nutzfahrzeugzyklus, sondern ein "PKW-Zyklus".
    Der große Unterschied zur Nutzfahrzeughomologation ist dabei z.B. dass der WLTP deutlich dynamischer ist, während Nutzfahrzeuge in einem viel kleineren Nutzungsbereich getestet werden.
    Sprich wenn ein PickUp nach WLTP homologiert wird, dann ist er in erster Linie ein PKW mit gesteigertem Nutzwert und eben kein Nutzfahrzeug. Beim Anwender ist entsprechend davon auszugehen, dass dieser das Fahrzeug auch überwiegend privat nutzt.


    Der Punkt ist, dass der PickUp als PHEV selbst dann weniger verbraucht, wenn man jeden Tag mehrere hundert Kilometer einen Anhänger durch die Gegend zieht und wenn man es dann gerade nicht macht, dann erst recht.
    Was dir darüber hinaus jedoch nicht klar zu sein scheint:
    Gerade wenn er primär als Nutzfahrzeug genutzt wird, wo ist dann dein Problem mit dem Sechs- oder Achtzylindermotor? Der Motor ist in dem Fall für die Anwendung angemessen und der PHEV-Strang kein Nachteil.


    Mir scheint, du hast ein tiefes Missverständnis bezüglich des Themas Normverbrauch, anders kann ich deine Kritikpunkte nicht nachvollziehen.
    Zum einen beschwerst du dich, dass ein Nutzfahrzeug im reinen Verbrennerbetrieb nur Kraftstoff verbraucht, auf der anderen Seite willst du nicht das Szenario sehen, dass es gerade bei den PickUps eine deutliche Überschneidung zwischen Nutz- und Privatfahrzeug gibt.
    Der "große Verbrenner" säuft übrigens nicht, wenn man tatsächlich schwer beladen und mit Anhänger große Strecken zurücklegt, da sollte man vielleicht auch mal die Relation waren. Er säuft genau dann, wenn man gerade leer und ohne Anhänger wegen 3 Liter Milch zum Lidl fährt.


    Mein Kritikpunkt bleibt daher unberührt, da auch ein PickUp als PHEV weniger Kraftstoff verbraucht, wie es der Normverbrauch suggeriert.
    Sprich je weiter man mit dem Fahrzeug vom idealen Betrieb (Anhänger und volle Beladung auf langen Strecken) abweicht, desto sparsamer wird der PHEV gegenüber der konventionellen Variante, weil er eben genau die Nutzung abfedern kann, wo der Verbrenner mangels Auslastung "säuft".

    es gibt auch 6- und 8 Zylinder Hybrid SUV und Pickup (z. B. Ford USA), die am Papier keine 2 Liter verbrauchen.In der Realität kommens nie unter 10 Liter.
    Aber so genau darf man das nicht hinterfragen, sonst funktioniert die WLTP-Märchenwelt nicht mehr.

    Das schaffen die in der Realität durchaus, man darf halt nur nicht den Fehler machen, diese Fahrzeuge nicht zu laden, weil der Normverbrauch eben genau damit ermittelt wird.
    Zumal diese Fahrzeuge gegenüber den Varianten ohne Hybridstrang dann trotzdem immer weniger verbrauchen und mit Aufladung dann eben auch Richtung Normverbrauch gehen.


    Beim Tipo geht es hingegen um das gleiche Fahrzeug, mit recht ähnlichen Motoren und die durch den WLTP dargestellte Tendenz, der T-Jet sei sparsamer, unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch, zeigt sich in der Realität gar nicht, während PHEV in der Realität tatsächlich weniger verbrauchen, sprich die durch den Normverbrauch zu erwartende Verbrauchstendenz ist nachweislich vorhanden.


    Der Normverbrauch hat nichts mit Märchen zu tun, vielmehr ist das Problem, dass sehr viele Leute keine Ahnung davon haben, wie die Verbräuche entstehen. Wenn man einen PHEV nur mit Sprit betankt und sich dann über den Spritverbrauch beschwert, ist der Anwender das Problem und nicht das Fahrzeug oder der Normverbrauch.
    Mal so als Denkanstoß: Wenn man das Fahrzeug nur mit Sprit bewegt, unterbietet man automatisch den elektrischen Normverbrauch, also ist der Normverbrauch am Ende dann doch zu hoch?
    Kurioserweise stellt irgendwie nie jemand fest, dass ein Verbrauch von 0kWh/100 km deutlich besser ist, als die häufig angegebenen ~15-25kWh/100km.
    Mit der gleichen Argumentation sind PHEV also super sparsame und effiziente Fahrzeuge, weil sie viel weniger Strom verbrauchen, als per Normverbrauch angegeben wird.


    Ein Beispiel:
    Bei spritmonitor.de verbraucht der BMW X5 als PHEV im Durchschnitt 50% des Kraftstoffs der Benziner ohne externe Auflademöglichkeit.
    Der minimale Verbrauch liegt mit <1,6l/100km bei 20% des minimalen Verbrauchs der Benziner.
    Das ganze kann man selbstverständlich noch nach Systemleistung oder Verbrennerleistung aufdröseln jedoch schneiden die PHEV in allen Fällen besser ab.
    Insgesamt lässt sich jedoch festhalten, dass die PHEV insgesamt deutlich weniger Kraftstoff verbrauchen, als die Benziner und Diesel.
    Der Normverbrauch wird also nachweislich in der Realität erreicht und das, obwohl der Normverbrauch gar nicht dafür gedacht ist, sondern lediglich als Vergleich zwischen ähnlichen Fahrzeugen und vor allem zum Vergleichen des gleichen Fahrzeugs mit verschiedenen Antrieben gedacht ist.


    Sprich es geht beim Normverbrauch explizit darum, eine Verbrauchstendenz darzustellen um beurteilen zu können, welcher Antrieb tendenziell sparsamer ist und nicht etwa um einen realen Verbrauch. In dem Kontext funktioniert der Normverbrauch beim PHEV sehr gut, da diese in der Realität durch die Bank deutlich sparsamer sind, während er z.B. beim Tipo zwischen Fire und T-Jet überhaupt nicht funktioniert.

    Beim Verkauf sollte man berücksichtigen, dass Neuanschaffungen derzeit auch mehr kosten. Da lohnt es sich schon ein wenig zu rechnen, wieviel der Verbrauch an den Gesamtkosten ausmacht und wieviel die Anschaffungskosten ausmachen.
    Wenn ich mir z.B. einen Mazda 3 X 186 ansehe, verbraucht der lt. Spritmonitor etwas weniger als der 1.4 FIRE (und ist nach unten hin deutlich sparsamer zu bewegen) bei fast doppelter Nennleistung, etwas besserem Leistungsfaktor (0,57 statt 0,54), ähnlichen Abmessungen und Gewicht (und ist drumherum auch das bessere Fahrzeug), jedoch kostet der auch in der Anschaffung spürbar mehr.


    Wenn man für ein neues Fahrzeug bereit ist etwas mehr Geld auszugeben, muss man beim Verbrauch schon durchaus deutlich runter gehen. Beim T-Jet dürfte das vermutlich recht einfach möglich sein, beim FIRE hingegen ist der Verbrauch eher normal und zudem das gesamte Fahrzeug auch von vorn herein günstiger, da gibt es dann weniger Optionen.


    Kurios finde ich ja noch immer, dass der T-Jet im WLTP minimal sparsamer sein soll als der FIRE, da zeigt sich bisher noch immer nichts von in der Realität.

    Auf jeden Fall geht das Tempo auf der Autobahn deutlich runter!
    Mit 120 ist man mittlerweise schon ein Raser und die linke Spur gehört dir :thumbsup:

    Mit 120km/h in einer auf 60km/h limitierten Baustelle war man doch schon immer ein Raser. Da hilft bestimmt das gerne diskutierte 130er aTL gegen.



    Mit 30 durch die Stadt, das fehlt mir noch, im ersten säuft er am meisten. ;(

    Fährt man 30km/h nicht eher im 3. oder 4. Gang? Den 2. Gang kann ich vielleicht noch direkt nach einem Kaltstart nachvollziehen (die Schaltempfehlung müsste das auch so anzeigen) aber der erste Gang?

    Was man beim Wasserstoff nicht vergessen darf ist, dass der erste Schritt dafür zwingend der Ausbau der Stromerzeugung ist, insofern wird das ganze Thema Wasserstoff auch erst dann relevant, wenn wir unsere Stromproduktion komplett dezentral im eigenen Land bewältigen können. Ob dann am Ende noch Wasserstoff für eine externe Lösung im PKW-Segment genutzt wird ist noch ein Thema für sich, weil es als mittelfristiger Speicher deutlich interessanter ist, da Überschüsse aus der Stromerzeugung (die es bei 100% Autarkie geben wird) in Wasserstoff umgewandelt und eingelagert werden können um später per KWK wieder zurückverstromt zu werden (das ist zukünftig Aufgabe der Energieversorger, Stichwort Dunkelflaute und Jahresausgleich Sommer/Winter). Hinzu kommt, dass vor dem PKW-Segment und ganz allgemein Mobilitätssektor eine ganze Reihe anderer Interessenten anstehen, vor allem der Chemie-Sektor.
    Meiner Meinung nach wird sich reiner Wasserstoff im PKW-Sektor nicht in der Massenanwendung durchsetzen, da sehe ich eher Kohlenwasserstoffe als Ergänzung zu batterieelektrischen Antrieben.

    Das blöde an der Energiewende ist, dass man damit vor 20 Jahren schon längst hätte weiter sein müssen, als man es heute ist. Das ist auch einer der Gründe, wieso sich die Kipppunkte nicht mehr vermeiden lassen. Das Thema ist seit >20 Jahren durch.
    Für Menschen mit geringem Einkommen und/ oder Kapital hilft das bei einer persönlichen Energiewende eher kaum. Da hätte der Staat viel früher deutlich besser agieren müssen, damit man es jetzt nicht mal wieder auf dem Rücken der Leute austrägt, die unterhalb des durchschnittlichen Einkommens liegen, was übrigens mehr als 50% der Bevölkerung ist. Wenn man dann noch bedenkt, dass die s.g. systemrelevanten Berufe sich überwiegend in diesen unteren 50% bewegen, kommen da gleich mehrere politische Probleme zusammen.



    Das sind alles Festpreise, Steuern pro Liter, außer der Mehrwertsteuer, die wie immer vom Nettopreis berechnet wird!Aber immerhin gehen 50% aus der Pulle an den Staat, eine Minderung der Mehrwertsteuer wäre jetzt nicht schlecht!

    Der Witz ist der, dass Dieselkraftstoff trotz des niedrigeren Energiesteuersatzes, nämlich 0,4545€/l, inzwischen teurer ist als Ottokraftstoff. Man stelle sich den Spaß vor, wenn die Energiesteuersätze für bei 1bar lagerbare Flüssigkraftstoffe gleichgestellt wären, dann sprächen wir inzwischen locker über 2,6€/l für Dieselkraftstoff.
    Bezieht man die Energiesteuer auf den Energiegehalt, was konsequent wäre, liegt Ottokraftstoff bei 654,6€/8,5MWh= 77€/MWh und Dieselkraftstoff bei 454,5€/9,9MWh= 45,91€/MWh. Zum Vergleich, Strom liegt bei 20,5€/MWh.
    Das Gefälle kann man theoretisch auf die zu erwartenden mittleren thermischen Wirkungsgrade der damit betriebenen Wärmekraftmaschinen ummünzen und den elektrischen Wirkungsgrad dabei als Ausgangspunkt (als relativ 100%) betrachten. Daraus ergibt sich beim Benziner einer mittlerer Wirkungsgrad von ~26,6% und beim Diesel ein mittlerer Wirkungsgrad von 44,6%.
    Das Problem dabei ist, dass diese Relation zunehmend veraltet ist. Der 1.4 Fire kommt z.B. auf einen mittleren Wirkungsgrad von 25% und der Motor ist alles andere als ein Effizienzwunder. Umgekehrt sind >40% beim Diesel eher etwas, was man im LKW-Bereich findet und weniger im PKW-Segment.

    Man darf nicht vergessen, dass die Mineralölkonzerne zunehmend ihre CO2-Quoten nicht mehr erfüllen können und entsprechend immer mehr Zertifikate zukaufen müssen. Das schlägt sich langfristig natürlich auch im Preis nieder.
    Man muss es aber auch so betrachten, dass durch den hohen Preis für fossiles Öl künstliche Kraftstoffe attraktiver werden, wobei das Kernproblem ist, dass aktuell noch schlicht zu viel davon gebraucht wird, als dass man es komplett darauf umstellen könnte.